Hundefotografie mit dem Smartphone: So gelingen euch richtig schöne Hundefotos

Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, ob sich die Anschaffung einer teuren Kamera oder sogar einer Spiegelreflexkamera lohnt, um euren Hund richtig schön zu fotografieren? Schließlich ist es gar nicht so einfach, mit dem Smartphone scharfe, natürliche und emotionale Hundefotos aufzunehmen. Gerade unsere Fellnasen halten selten still, schauen im falschen Moment weg oder sind einfach schneller, als die Kamera auslösen kann. Das Ergebnis? Oft werden die Bilder nicht so, wie wir sie uns vorgestellt haben. Kommt euch das bekannt vor?

Dabei braucht es für schöne Hundefotos nicht unbedingt eine teure Kamera. Mit ein paar einfachen Tricks und den richtigen Einstellungen könnt ihr auch mit eurem Smartphone beeindruckende Aufnahmen machen – ganz egal, ob ihr einen verspielten Welpen oder einen gemütlichen Senior fotografieren möchtet.

Genau deshalb habe ich diese Blogreihe rund um das Thema Hundefotografie mit dem Smartphone ins Leben gerufen. In den kommenden Beiträgen zeige ich euch, wie ihr mehr aus eurer Smartphone-Kamera herausholen könnt und worauf ich beim Fotografieren achte. Ich hoffe, die Reihe gefällt euch und hilft euch dabei, eure Fellnasen genauso festzuhalten, wie ihr sie seht. 🙂

Der häufigste Fehler, wenn ihr euren Hund mit dem Smartphone fotografiert

Viele Hundefotos wirken auf den ersten Blick ganz ordentlich – und trotzdem fehlt ihnen das gewisse Etwas. Oft ist einfach alles gleich scharf, es gibt keinen klaren Blickfang und das Auge weiß gar nicht so recht, worauf es sich konzentrieren soll. Dadurch wirken die Bilder schnell etwas unruhig und erinnern eher an einen spontanen Schnappschuss als an ein bewusst aufgenommenes Foto.

Vielleicht denkt ihr jetzt, dass ihr euch dafür erst mit komplizierten Kameraeinstellungen wie Blende, Belichtungszeit oder ISO beschäftigen müsst. Aber keine Sorge – genau das ist meistens gar nicht nötig.

Die gute Nachricht ist nämlich: Euer Smartphone bringt bereits viele Funktionen mit, die euch dabei helfen können, deutlich schönere Hundefotos aufzunehmen. Ihr müsst nur wissen, wo sie sich verstecken und wie ihr sie sinnvoll einsetzt.

Nutzt die Funktionen eurer Smartphone-Kamera für bessere Hundefotos

Habt ihr schon einmal genauer geschaut, welche Möglichkeiten eure Kamera-App eigentlich bietet? Viele Smartphones können inzwischen deutlich mehr, als nur einfache Schnappschüsse aufzunehmen – und gerade bei der Hundefotografie mit dem Smartphone können diese Funktionen einen großen Unterschied machen.

Ich fotografiere zum Beispiel mit einem Samsung Galaxy S20. Aber auch ältere Modelle wie das Galaxy S9 bringen bereits viele praktische Funktionen mit, die euch beim Fotografieren eures Hundes helfen können. Bei iPhones gibt es natürlich ebenfalls viele ähnliche Möglichkeiten – die Bezeichnungen und Menüs sehen dort nur etwas anders aus.

Ein echter Gamechanger für schöne Hundefotos mit dem Handy ist der Portraitmodus (bei Samsung wird dieser auch „Live-Fokus“ genannt). Damit könnt ihr euren Hund stärker vom Hintergrund abheben und einen schönen, weicheren Hintergrund erzeugen. Bei mir befindet sich dieser Modus ganz links im Schnellzugriff, damit ich ihn jederzeit schnell auswählen kann – denn manchmal muss es einfach schnell gehen, wenn der Hund gerade besonders süß schaut. 😉

Tipp: Ihr könnt euren Lieblingsmodus ganz einfach zum Schnellzugriff der Kamera hinzufügen:

  1. Öffnet eure Kamera-App.
  2. Wischt nach rechts auf „Mehr“.
  3. Tippt unten rechts auf das Bearbeitungs-Symbol.
  4. Verschiebt und organisiert eure liebsten Kamera-Modi so, wie es für euch am praktischsten ist.

So habt ihr die wichtigsten Einstellungen für eure Hundefotografie mit dem Smartphone jederzeit griffbereit.

So funktioniert der Portraitmodus beim Hund fotografieren

Der Portraitmodus ist eine meiner liebsten Funktionen, wenn es darum geht, schöne Hundefotos mit dem Smartphone aufzunehmen. Allerdings braucht er manchmal ein kleines bisschen länger zum Fokussieren als die normale Kamera. Deshalb mein Tipp: Macht am besten direkt mehrere Aufnahmen hintereinander – so habt ihr deutlich bessere Chancen, dass ein richtig schönes Foto dabei ist.

Woran ihr erkennt, dass der Portraitmodus bereit ist? Bei vielen Smartphones wird der Fokus durch eine Markierung auf dem Bildschirm angezeigt. Bei meinem Samsung ist das Quadrat beispielsweise gelb umrandet. Das bedeutet: Der Fokus sitzt und euer Hund wurde erkannt.

Jetzt heißt es eigentlich nur noch: Auslösen und den Moment festhalten. 😊

Und falls es einmal nicht perfekt klappt und plötzlich der Hintergrund scharf ist, aber euer Hund nicht richtig hervorgehoben wird – ärgert euch nicht direkt darüber. Solche Bilder müsst ihr nicht sofort löschen. Mit der richtigen Bearbeitung lässt sich im Nachhinein oft noch einiges herausholen.

Jetzt kommt die Magie: Hintergrundeffekte bei Hundefotos direkt in der Galerie anpassen

Wenn ihr euer Foto nach der Aufnahme in der Galerie-App öffnet, könnt ihr bei vielen Smartphones die Hintergrundeffekte des Portraitmodus noch nachträglich verändern. So könnt ihr den Fokus eures Hundefotos noch stärker auf euren Vierbeiner lenken und kleine Fehler aus der Aufnahme ausgleichen.

Je nach Smartphone stehen euch verschiedene Effekte zur Verfügung. Bei meinem Samsung gibt es beispielsweise diese Möglichkeiten:

  1. Unschärfe
  2. Großer Kreis
  3. Drehen
  4. Vergrößern
  5. Farbpunkt

Ich persönlich nutze fast ausschließlich die ersten beiden Varianten. Die Fotos in diesem Beitrag habe ich übrigens etwas stärker bearbeitet als ich es normalerweise machen würde – einfach, damit ihr sehen könnt, welche Möglichkeiten in eurem Smartphone stecken. 😊

Mein Eindruck zu den einzelnen Effekten:

Unschärfe

Mit diesem Effekt könnt ihr einstellen, wie stark der Hintergrund verschwimmen soll. Dadurch entsteht dieser typische Portrait-Look, bei dem euer Hund klar im Mittelpunkt steht.

Gerade bei Hundefotos kann das richtig schön wirken, weil sich das Fell und die Gesichtszüge besser vom Hintergrund abheben. Allerdings solltet ihr aufpassen: Bei der höchsten Stufe entstehen manchmal unsaubere Übergänge – besonders bei sehr flauschigem Fell oder vielen kleinen Haaren.

Großer Kreis – der Bokeh-Effekt

Dieser Effekt gehört zu meinen Favoriten. Damit könnt ihr ein schönes Bokeh erzeugen, also diese weichen Lichtkreise im Hintergrund, die man oft von professionellen Kameras kennt.

Am besten funktioniert das, wenn sich im Hintergrund kleine Lichtquellen befinden – zum Beispiel Sonnenstrahlen durch Bäume, Lichterketten oder reflektierende Flächen. Ohne solche Lichtpunkte wird der Hintergrund meistens einfach nur weichgezeichnet.

Die restlichen Effekte: Drehen, Vergrößern und Farbpunkt

Diese Funktionen nutze ich persönlich eher selten. Sie sind aber eine schöne Möglichkeit, etwas auszuprobieren und euren Bildern einen besonderen Look zu geben.

Manchmal lohnt es sich, einfach ein bisschen herumzuspielen – denn gerade beim Bearbeiten von Hundefotos entdeckt man oft neue Möglichkeiten, die man vorher gar nicht erwartet hätte.

Letzter Schritt: Hundefotos mit Filtern und Apps bearbeiten

Wenn ihr mit den Hintergrundeffekten zufrieden seid, könnt ihr eure Hundefotos noch ein wenig nachbearbeiten. Das muss gar nicht kompliziert sein und vor allem braucht ihr dafür keine stundenlange Bildbearbeitung.

Ich bin ehrlich gesagt selbst eher faul, was aufwendige Retusche angeht. 😄 Ich möchte meine Hunde nicht komplett verändern, sondern den Moment so festhalten, wie er war. Kleine Anpassungen, die ein Foto etwas stimmungsvoller machen, liebe ich aber sehr.

Mein persönlicher Favorit ist deshalb Lightroom Mobile. Die App ist kostenlos und eignet sich perfekt, um Hundefotos schnell und einfach zu bearbeiten. Besonders die Lightroom-Presets mag ich gerne, weil man damit mit wenigen Klicks einen ganz bestimmten Look erzeugen kann.

Natürlich funktioniert auch jede andere Bildbearbeitungs-App. Oft reichen schon kleine Anpassungen bei Helligkeit, Kontrast oder Schärfe aus, um aus einem guten Smartphone-Foto noch etwas mehr herauszuholen.

Meine kleinen Bearbeitungstipps für schönere Hundefotos:

  • Wählt einen Filter oder ein Preset, das die Stimmung des Bildes unterstützt.
  • Passt Helligkeit und Kontrast vorsichtig an.
  • Erhöht die Schärfe ein wenig – gerade bei Tierfotos können dadurch Fellstrukturen schöner zur Geltung kommen.
  • Übertreibt es nicht mit der Bearbeitung – euer Hund sollte immer noch natürlich aussehen.

Und das war es eigentlich schon: Mit ein paar kleinen Anpassungen könnt ihr aus einem normalen Smartphone-Foto ein Hundefoto machen, das nicht nur schön aussieht, sondern auch Charakter hat.

Fazit: Hundefotografie mit dem Smartphone – schöne Erinnerungen ohne teure Kamera

Ihr braucht keine teure Spiegelreflexkamera, um schöne Hundefotos aufzunehmen. Mit ein paar einfachen Tricks, dem richtigen Einsatz eurer Smartphone-Kamera und etwas Geduld könnt ihr aus ganz normalen Aufnahmen Bilder machen, die euren Hund so zeigen, wie ihr ihn kennt und liebt.

Ob für euer Familienalbum, eure liebsten Erinnerungen oder einfach, weil ihr diesen einen besonderen Moment festhalten möchtet – oft steckt viel mehr in der Smartphone-Kamera, als man im ersten Moment denkt.

Und ja, ich musste bei der ursprünglichen Überschrift selbst ein bisschen schmunzeln – „so gelingen euch richtig schöne Bilder“ klingt schon fast ein wenig nach dem großen Versprechen. 😉 Aber genau darum geht es am Ende gar nicht: Es geht nicht um das perfekte Foto, sondern darum, euren Hund und seine Persönlichkeit einzufangen.

Am wichtigsten bleibt aber: Habt Spaß beim Fotografieren und erwartet nicht, dass jedes Bild perfekt sein muss. Die schönsten Fotos entstehen oft genau dann, wenn euer Hund einfach er selbst sein darf. 😊



2 Kommentare zu „Hundefotografie mit dem Smartphone: So gelingen euch richtig schöne Hundefotos“

  1. […] Einfache Tipps für bessere Hundefotos mit dem Smartphone – Teil 1 Einfache Tipps für bessere Hundefotos mit dem Smartphone – Teil 2 […]

  2. […] du schon Teil 1: „Hundefotografie mit dem Smartphone – so gelingen euch richtig schöne Bilder“ gelesen hast, weißt du, wie viel Spaß es machen kann, deinen Hund mit einfachen Mitteln perfekt […]

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