Willkommen in meiner Block-Ära

Ihr glaubt es vielleicht nicht (ich kann es selbst noch kaum fassen), aber ich hab mich getraut: Ich bin jetzt offiziell im Team Block Themes. Ja, richtig gelesen – ich, die immer stolz auf ihr eigenes Design-Gedöns war, hab mich auf die „leichte Seite“ geschlagen.

Spoiler: Diese „leichte Seite“ hat sich anfangs eher wie ein kompletter Mindfuck angefühlt.

Vom Klassik-Theme zur Block-Realität

Lange hab ich mich davor gedrückt. Block Themes waren für mich immer so… Einheitsbrei. Alles zu glatt, zu gleich, zu vorhersehbar. Mir fehlte Persönlichkeit, Liebe zum Detail – eher dieses „Klick hier, Klick da, fertig ist das Design“-Gefühl. Wie ein IKEA-Regal: praktisch, stabil – aber emotional leer.

Ich war immer der Typ für echtes Design und Coden. Custom CSS bis ins letzte Pixel, Hover-Farben, Abstände, Schatten – alles musste sitzen. Ein Pixel zu viel? Krise. Webseiten waren für mich kleine Kunstwerke.

Block Themes klangen dagegen lange wie: nett, aber austauschbar. Aber – und das ist der Punkt – nur, wenn man sie so lässt.

Denn als ich das erste Mal vor einer komplett weißen Seite saß und einfach ausprobiert habe, war’s irgendwie doch um mich geschehen. Schwer zu erklären. Es war dieses Gefühl von: Okay… vielleicht ist hier doch mehr drin, als ich dachte.

Warum ich plötzlich Lust auf Einfachheit habe

Kurz gesagt: Ich war müde. Müde von Widgets, von ständigen Updates, von Darstellungsproblemen und von dieser endlosen Anpassbarkeit, die mehr stresst als befreit. Und ich konnte mich einfach nicht mehr für etwas Neues entscheiden. Alles fühlte sich entweder falsch an – oder nicht mehr nach mir.

Dann kam noch dazu: Ich hatte keine Scroll-Effekte mehr. Klar, ich hätte sie einbauen können – mit zusätzlichen Codeschnipseln. Aber ehrlich? Diese Flickschusterei ist hässlich. Ich wollte kein Theme, das sich anfühlt wie ein Notlösungs-Baukasten.

Also hab ich mich für etwas entschieden, das ich kenne und liebe: Mein Alltime-Favorite-Theme. Und hab es – ironischerweise – als Block Theme nachgebaut. Block für Block. Nur mit den Funktionen, die ich wirklich brauche. Kein unnötiger Schnickschnack mehr. Alles raus, was ich eh nie benutze.

Und plötzlich fühlte sich alles… ruhig an. Wie Frühjahrsputz fürs Webdesign-Hirn.

Nicht mehr jeder Mini-Schatten im Fokus, sondern: Struktur, Lesbarkeit, Inhalt – und genau so viel Persönlichkeit, wie sich gut anfühlt.

Urlaub vom Perfektionismus

Vielleicht ist diese Block-Theme-Ära nur eine kurze Affäre. Vielleicht wird’s die große Liebe. Gerade jetzt fühlt es sich einfach richtig an. Alles funktioniert, sieht gut aus – und ich muss nicht mehr jede Kleinigkeit selbst bauen. Okay, ehrlich: Es war im Nachhinein fast anstrengender als reines HTML, PHP und CSS. Aber wisst ihr was? Ich kann damit leben, dass nicht mehr alles 100 % individuell ist.

Manchmal ist weniger wirklich mehr. Und vor allem: Es spart verdammt viel Zeit.

Zeit für neue Ideen, neue Projekte – oder einfach mal nichts tun.

Und jetzt?

Danke, dass ihr bis hierhin durchgehalten habt 🤍 Mal sehen, welche kreativen Ecken sich selbst mit Block Themes noch verzaubern lassen. Ich bin noch nicht 100% zufrieden. 😅

Willkommen in meiner Block-Ära.



Eine Antwort zu „Willkommen in meiner Block-Ära“

  1. Ja ich habe früher auch mit so viel mehr gearbeitet. Es war ja auch toll, wenn der Link beim drüberfahren die Farben änderte, der Crusor anders aussah oder man eben sich von den anderen unterschied. Aber das tut man sowieso. Durch die Bilder, die Texte… Und ja, man fühlt sich irgendwie freier, oder?

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