Winterblues oder einfach nur die Schnauze voll? Ganz ehrlich: Ich bin durch. Dieser Schnee hat mich in einen Zustand katapultiert, den man nur noch als „akute Schnauze-voll-Phase“ bezeichnen kann. Gegen Winter an sich habe ich ja nichts – ich mag Kerzen, Tee und dieses hyggelige Gedöns. Aber was da draußen seit Wochen abgeht, ist keine Jahreszeit mehr, das ist eine Geduldsprobe mit Minusgraden.
Seit gefühlten Jahrhunderten konstant -7 Grad. Diese klirrende, dauerhafte Kälte frisst sich langsam durch Jacke, Haut und Nerven. Und ich schwöre, die Sonne hat sich kollektiv mit meinem Vitamin-D-Spiegel verabschiedet. Es ist weniger „Winter Wonderland“ und mehr „emotionale Tiefkühltruhe“. Ich kann das bald wirklich nicht mehr ertragen.
Rutschpartie des Lebens – mit Hunden im Turbomodus
Und dieser Schnee? Vergesst Puderzucker-Idylle. Was hier liegt, sind aggressive Eisklumpen und gefrorene Kraterlandschaften, die nur darauf warten, mich spektakulär aus dem Leben zu befördern. Jeder Schritt vor die Tür fühlt sich an wie eine Live-Übertragung von „Wer rutscht, verliert“. Entweder man sieht sein Leben in Sekundenbruchteilen an sich vorbeiziehen – oder man liegt mal wieder flach und verhandelt tagelang mit seiner Hüfte.
Als wäre das nicht schon spaßig genug, kommen die Hunde dazu. Schnee plus frische Wildfährte? Alarmstufe Rot. Kaum berühren die Pfoten den Boden, verabschiedet sich das Gehirn in den Feierabend und der Jagdinstinkt übernimmt das Steuer. Spaziergang? Nein. Ich habe draußen jede einzelne Minute gehasst. Schneetaubheit trifft es ganz gut – dieser Zustand, in dem man vor lauter Kälte, Frust und Anspannung innerlich einfach abschaltet. Geduld? Aufgebraucht.
Lichtblick mit Clip-on und Selbsttönung


Darf ich vorstellen: meine neue Brille. Endlich mal ein echtes Highlight in diesem Epos aus Eis und Drama. Mit magnetischem Clip-on – zack, Sonnenbrille. Diesmal habe ich mich auch für selbsttönende Gläser entschieden. Und was soll ich sagen? Ich ärgere mich fast, dass ich so lange gebraucht habe. Für meine lichtempfindlichen Augen ist das ein absoluter Gamechanger. Kein Zusammenkneifen mehr – einfach angenehm. Ich möchte diesen Komfort jetzt schon nicht mehr missen.
Hoffnung, die zwei Tage hielt
Kaum taute der Schnee und meine Motivation kroch vorsichtig aus ihrem dunklen Loch, zack – nächste Schneewelle, wieder Minusgrade. Ich konnte nicht mal richtig „Yay Frühling“ sagen, da war wieder alles weiß. Highlight: erste kleine Schlitterpartie mit dem Auto in der Kurve. War es beängstigend? Ja. War es ein kleines bisschen cool? Leider auch ja.
Und weil es so schön war, habe ich mir am Freitag, dem 13., direkt noch eine Erkältung eingesammelt. Timing kann ich.
Passend dazu zickte die Heizung mal wieder. Techniker kam, Teil musste getauscht werden – natürlich nicht vorrätig. Und dann, plötzlich, ohne Drama: Die Heizung läuft. Richtig. Hätten wir das früher checken lassen, hätten wir uns wochenlanges Frieren bei „romantischen“ 14 Grad sparen können. Wir dachten schon, mehr als lauwarm wird das hier nie wieder. Falsch gedacht. Auf einmal sitze ich hier bei muckeligen 19,8 Grad. Ich sag’s wie’s ist: geil.
Zwischen Chaos, Kleinanzeigen-Eskalation und echten Begegnungen
Ich habe mich endlich mit der lieben Anja getroffen – ewig verschoben. Und es ist fast erschreckend, wie gut wir uns außerhalb der digitalen Welt verstanden haben. Manchmal sind reale Treffen ja doch kein Märchen. Wir treffen uns sogar bald wieder. ✨
Natürlich blieb es nicht ruhig. Der Kaminschacht am Haus meint jetzt auch mitspielen zu müssen: feucht, Farbe blättert ab, Steine bröseln runter. Da darf bald wieder jemand anrücken. Ich habe das Gefühl, beim Haus gilt das Prinzip: „Ein Problem geht, zwei neue kommen.“
Februar war generell… intensiv. Spontane Hirnausbrüche, fragwürdige Entscheidungen und – natürlich – eine kleine Kleinanzeigen-Eskalation meinerseits. Klassiker. Dazu Theater mit der Krankenkasse wegen eines Fehlers, den ich jetzt ausbaden darf (ja, schon wieder). Telefonate, Mails, meinem Geld hinterherlaufen. Geschichten, die ich mir nicht glauben würde, wenn ich sie nicht selbst erleben würde.
Jobtechnisch gab es Zusagen und Absagen – von mir. Ein paar Stellen hätten gepasst, aber irgendwas in mir war noch nicht bereit. Ich weiß noch nicht genau, wohin die Reise geht. Es werden größere Schritte, wahrscheinlich solche, bei denen manche den Kopf schütteln. Aber ich glaube, ich muss da durch.









Ein Hauch Frühling und ein voller März
Ende Februar wurde es tatsächlich nochmal frühlingshaft. Und ich konnte meine beiden Süßmäuse endlich wieder mit zwei Fingern an lockerer Leine führen. Luxus pur, wenn man die letzten sechs Wochen im Kopf hat, in denen jeder Gang vor die Tür ein Survival-Training war.
Der März wird voll. Veränderungen stehen an – Details behalte ich noch für mich. Wenn die Zeit reif ist, erzähle ich mehr. Ich hoffe auf lange, entspannte Spaziergänge, ein paar schöne Treffen und darauf, dass das Wetter endlich mitspielt.
Außerdem werde ich Zuhause ordentlich ausmisten. Aussortieren. Ballast loswerden. Nicht nur materiell – ich fühle mich gerade insgesamt irgendwie zugemüllt. Und vielleicht ist genau das der nächste Schritt: Platz schaffen. Für wärmere Tage, klarere Gedanken und weniger Last auf meinem Lebensweg.







