Es gibt Dinge, die stehen einfach nur noch herum, nehmen Platz weg und erfüllen ungefähr so viel Zweck wie ein Kühlschrank in der Antarktis. In meinem Fall ist das mein großer Stand-PC samt 27-Zoll-Bildschirm, Tastatur und natürlich dem dazugehörigen riesigen Schreibtisch. Ein echtes Schmuckstück mitten im Wohnzimmer. Nicht.
Das Beste daran? Den Schreibtisch hat mir der Liebste erst vor ein paar Monaten als echtes Schnäppchen über Kleinanzeigen organisiert. Damals war ich natürlich hellauf begeistert. Endlich ein vernünftiger Arbeitsplatz! Und jetzt? Jetzt überlege ich, wie ich das gute Stück möglichst schnell wieder loswerde. Man könnte meinen, ich wüsste selbst nicht so genau, was ich eigentlich will. Aber hey, immerhin bin ich konsequent inkonsequent. 😅
Und weil ich den PC mittlerweile ungefähr so häufig nutze, wie ich freiwillig morgens um fünf aufstehe, habe ich beschlossen: Das ganze Technik-Gedöns darf in den Keller umziehen. Herzlichen Glückwunsch!
Eigentlich könnte ich den ganzen Kram auch ins Schlafzimmer verfrachten. Platz wäre nach dem letzten Feinschliff sogar vorhanden. Aber möchte ich wirklich morgens aufwachen und als Erstes auf einen Schreibtisch starren? Oder abends im Bett liegen und mir denken, dass ich eigentlich noch irgendetwas Produktives machen könnte? Nö.
Also weg damit. Aus den Augen, aus dem Sinn. Funktioniert bei anderen Problemen schließlich auch ganz hervorragend. Haha.
27 Zoll weniger. Dafür mehr Pixel und Probleme.
Ein bisschen werde ich meinen großen Bildschirm sicherlich vermissen. Andererseits ist auf meinem 17-Zoll-Laptop wenigstens alles gestochen scharf. Meine Augen haben nämlich ein kleines Problem mit zu geringer Pixeldichte (PPI). Während andere Menschen entspannt auf ihre Bildschirme starren, sitze ich davor und zähle gefühlt die einzelnen Pixel. Auch ein Talent, das niemand braucht.
Dummerweise ist mein Laptop mittlerweile ebenfalls nicht mehr der Jüngste. Baujahr 2019. Und offenbar hat er beschlossen, dass sieben Jahre treue Dienste vollkommen ausreichend sind. Seit knapp einem Jahr kann ich in Photoshop nämlich keine RAW-Dateien mehr öffnen und bearbeiten. Super Sache, wenn man eine Kamera besitzt, mit der man eigentlich gerne fotografieren würde. Die liegt deshalb inzwischen auch häufiger herum, als mir lieb ist. Immerhin passt sie damit hervorragend zu meinem PC.
Und glaubt mir, ich habe wirklich alles versucht. Updates, Treiber, Neuinstallationen, vermutlich auch schon das ein oder andere stille Gebet. Nach einem Neustart funktionierte Photoshop tatsächlich wieder. Ein einziges Mal. Beim zweiten Versuch kam dieselbe Fehlermeldung zurück. Als hätte sich mein Laptop kurz einen Spaß erlaubt. Danke auch. Wirklich.
Deshalb werde ich demnächst sämtliche Daten sichern und einen kompletten Reset wagen. Einmal alles plattmachen und hoffen, dass das gute Stück anschließend wieder vernünftig funktioniert. Was soll schon schiefgehen? Berühmte letzte Worte. Ich meine, ich möchte damit keine hochanspruchsvollen Games zocken oder die NASA unterstützen. Ich will einfach nur ein paar RAW-Dateien bearbeiten. Aber offenbar verlange ich damit schon wieder Unmögliches. lol.


Ein neuer Arbeitsplatz. Und ein Sessel für Pepsi.
Sollte mein grandioser Plan tatsächlich aufgehen, darf hier bald ein kleiner Laptoptisch einziehen. Sogar höhenverstellbar! Ja, meine Ansprüche an ein aufregendes Leben sind mittlerweile wirklich überschaubar.
Dazu hätte ich gerne noch einen gemütlichen kleinen Sessel. Ich werde langsam echt alt. Früher wollte man irgendwelche coolen Dinge haben, heute freue ich mich über höhenverstellbare Möbel und eine bequeme Sitzgelegenheit. Ein paar Sessel habe ich jedenfalls schon ins Auge gefasst. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass Pepsi diese Anschaffung mindestens genauso begrüßen wird wie ich.
Aber sollte mein Laptop nach dem Reset weiterhin der Meinung sein, dass RAW-Dateien eine Zumutung sind, muss wohl oder übel ein neues Schätzchen her.
Allein bei dem Gedanken bekomme ich schon schlechte Laune.
Denn einen neuen Laptop zu suchen, ist für mich ungefähr genauso angenehm wie neue Schuhe kaufen zu müssen. Tausend Modelle, tausend technische Daten, fünfzig geöffnete Tabs und am Ende weiß ich weniger als vorher. Entweder gefällt mir nichts, irgendetwas passt nicht oder das einzig brauchbare Modell kostet gefühlt so viel wie ein Kleinwagen.
Ich hoffe also inständig, dass mein Laptop noch ein bisschen durchhält. Schließlich möchte ich eigentlich nur meinen Arbeitsplatz verkleinern und nicht nebenbei noch ein halbes Vermögen ausgeben.
Aus einer simplen Umräumaktion wieder ein halbes Lebensprojekt gemacht. Läuft bei mir. Also, bitte Däumchen drücken! 🍀








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