Ja Leute, es ist soweit. Offiziell Herbst. 🍂 Und während andere wahrscheinlich schon ihre Duftkerzen anzünden, Pumpkin Spice irgendwas trinken und sich auf Pullover freuen, sitze ich hier und denke eigentlich nur: Och nö. Nicht schon wieder.
Vor ein paar Monaten habe ich noch „Offiziell Frühling – und plötzlich macht alles wieder Sinn“ geschrieben. Dieser Beitrag ist also quasi die logische Fortsetzung. Denn jetzt macht irgendwie wieder alles ein bisschen weniger Sinn.
Ich weiß natürlich, dass Herbst auch schön sein kann. Ich mag die bunten Blätter, den Geruch von trockenen Blättern auf dem Boden, klare Nächte und diesen typischen Duft, wenn draußen die ersten Leute ihren Ofen anschmeißen. Wirklich schön. Damit wäre meine Positivliste dann aber auch ungefähr abgearbeitet. 😅




Ich werde einfach kein Herbstmensch
Andere freuen sich auf Pullover. Ich hasse Pullover. Ich hasse Zwiebellook, Jacken, dicke Hosen und richtiges Schuhwerk. Ich möchte Shirt, Hose, Schuhe anziehen und raus. Fertig. Stattdessen beginnt jetzt wieder die Zeit, in der ich fünf Minuten vor der Tür stehe und überlege, welche Jacke ich brauche, nur um am Ende trotzdem zu frieren.
Was andere als angenehm frisch bezeichnen, empfinde ich teilweise schon als persönlichen Angriff. Dazu diese Nässe und die Feuchtigkeit in der Luft, bei der sich irgendwie alles klamm anfühlt. Haare, Kleidung, Hunde, das Leben. Herrlich… nicht. Viele machen es sich dann zuhause richtig cozywozy, kuscheln sich ein und genießen genau diese Jahreszeit. Ich dagegen werde mit der Heizdecke auf vollster Stufe eins und mich trotzdem so unwohl fühlen, dass ich mich irgendwann nur noch für das Nötigste nach draußen bewege. Einfach meh.
Die Dunkelheit macht trotzdem noch etwas mit mir
Ich habe schon vor einiger Zeit darüber geschrieben, dass mir die dunkle Jahreszeit ziemlich aufs Gemüt schlägt. Und tatsächlich habe ich mich in den letzten Jahren an einigen Punkten verbessert. Ich weiß mittlerweile, dass Tageslicht wichtig für mich ist, dass ich mich nicht komplett zurückziehen darf und dass mir Bewegung draußen gut tut – selbst wenn mein innerer Schweinehund ungefähr so begeistert davon ist wie ein Dackel bei Starkregen.
Trotzdem wird Herbst und Winter wohl nie meine Zeit werden. Ich werde in diesen Monaten schneller lustlos, weiß weniger mit mir anzufangen und habe oft das Gefühl, dass alles irgendwie sinnloser wird. Im Frühling will ich raus, fotografieren, irgendwo hinfahren und Dinge entdecken. Im Herbst denke ich eher: „Was machen wir heute?“ – keine Ahnung. „Raus?“ – nass. „Fotografieren?“ – dunkel. „Sofa?“ – Sofa. 😂
Also irgendwie durch die nächsten Monate
Dieses Jahr möchte ich deshalb einfach versuchen, nicht wieder nur darauf zu warten, dass die nächsten Monate endlich vorbei sind. Rausgehen, wenn es hell ist. Dinge planen, auf die ich mich freuen kann. Die schönen Herbsttage mitnehmen und gleichzeitig akzeptieren, dass ich diese Jahreszeit trotzdem scheiße finden darf. Denn eigentlich möchte ich am liebsten direkt bis März vorspulen. Andererseits wäre ein halbes Jahr Lebenszeit überspringen dann vielleicht auch etwas dramatisch. 😅
Also bleibt wohl nur: durchhalten, sich durch nasse Gassirunden quälen, Jacken verfluchen, jeden sonnigen Herbsttag feiern wie einen kleinen Lottogewinn und gelegentlich ein hübsches buntes Blatt angucken.
Mehr kann ich wohl wirklich nicht verlangen. 🍂







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