Ja, endlich ist es soweit! Vor einiger Zeit war ganz offiziell Frühlingsbeginn im Kalender – und jetzt hat das Wetter scheinbar auch endlich die entsprechende Memo dazu bekommen. Sonne pur, jeden Tag so um die 15 Grad… ich bin ehrlich, ich habe kurz überlegt, ob ich das Ganze einfach nicht hinterfrage, bevor es wieder verschwindet.
Und ganz ehrlich: Meine Depression verkriecht sich langsam wieder nach hinten und mein eigentliches Ich kommt vorsichtig aus seinem Winterschlaf gekrochen. So richtig durchatmen klappt zwar nur an den Tagen, an denen nicht irgendwelche hinterhältigen Pollen durch die Gegend fliegen (keine Ahnung, auf was genau ich reagiere – irgendwas fühlt sich aber definitiv angesprochen), aber hey – man nimmt, was man kriegt. Immerhin kann ich noch ganz normal meine Gassirunden drehen, ohne mir die Augen aus dem Kopf kratzen zu wollen oder komplett aus der Nase zu laufen. Also… zumindest meistens. 🙈



Zwischen Frühlingsgefühlen und Doomscrolling-Falle
Wie einige von euch wissen, lasse ich mein Handy bei Spaziergängen schon ziemlich lange einfach zu Hause. Hauptgrund: Ich kenne mich leider viel zu gut. Dieses „Ich schaue nur mal kurz drauf“ ist ungefähr so glaubwürdig wie „Ich trinke nur einen Schluck Mezzo Mix“.
Spoiler: Man steht dann 20 Minuten später irgendwo am Wegesrand und hat absolut keine Ahnung mehr, warum man eigentlich losgegangen ist. Nee, das wollte ich irgendwann einfach nicht mehr.
Aber letztens hatte ich so einen Moment, in dem ich dachte: Okay… vielleicht darf das Handy doch mal wieder mit. Nicht zum Scrollen, ich bin ja schließlich lernfähig (mehr oder weniger), sondern zum Festhalten. Denn draußen passiert gerade genau das, worauf ich den ganzen Winter gewartet habe: Alles wird wieder grün. Und bunt. Und irgendwie weniger deprimierend.
Mein Lieblingsgrün (ja, ich habe eins)
Frühlingsgrün ist übrigens mein absolutes Lieblingsgrün. Dieses frische, fast schon leuchtende Grün von neuen Blättern und jungen Gräsern – ich weiß nicht warum, aber es gibt mir sofort das Gefühl, mein Leben vielleicht doch ein kleines bisschen im Griff zu haben.
Im Sommer wird das alles dann dunkler, satter. Auch schön, keine Frage. Aber dieses erste, zarte Grün? Da kommt es eben nicht ran. 🌿
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe beim letzten Spaziergang einfach mal ein paar Schnappschüsse gemacht – so als kleine Liebeserklärung an den Frühling und, ganz nebenbei, auch an meine wieder halbwegs vorhandene gute Laune.





Diesmal habe ich mich auch an den Magnolienblüten aus der Kleingartenanlage nebenan versucht – in meiner Vorstellung natürlich mit absolut ästhetischen, Pinterest-würdigen Ergebnissen. Die Realität: Es war schon ziemlich dunkel, meine Hunde latent genervt und am Ende sind genau… sagen wir mal… ein paar halbwegs brauchbare Bilder entstanden.
Ein bisschen tragisch, wenn man bedenkt, was mit der „richtigen“ Kamera vielleicht drin gewesen wäre. Aber gut – ich verbuche es einfach als Erfolg, dass ich überhaupt noch irgendwas fotografisch festhalten konnte, bevor die Magnolien beschlossen haben, ihr kurzes, dramatisches Leben einfach wieder zu beenden.
Und eine wichtige Erkenntnis gab’s gratis dazu:
Bei Fotosessions vielleicht lieber die Hunde zu Hause lassen.
Bounty ist nämlich eine absolute Quängelqueen, sobald sie irgendwo sitzen und warten muss. Wirklich… als würde ich sie seit Stunden emotional vernachlässigen. Ich habe selten so viel passiv-aggressiven Druck auf vier Pfoten erlebt. Uff. 🙄






