Mein kürzester Neuanfang

Erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag „Manchmal endet etwas – bevor man bereit ist“? Damals ging es um meine Kündigung und darum, dass einfach nichts mehr gepasst hat. Diesmal schien alles anders zu laufen: ein neuer Job, eine Zusage und endlich das Gefühl, wieder nach vorne zu schauen. Nicht durch Glück oder Vitamin B, sondern ganz auf meinem eigenen Weg. 😊

Zwischen Bewerbung und Bauchgefühl

Mein chaotischer Lebenslauf und die vielen Erfahrungen, die ich mir über die Jahre selbst angeeignet habe, haben am Ende wohl überzeugt. Vielleicht auch mein lockeres Anschreiben. Keine zehn Minuten später klingelte jedenfalls schon das Telefon. Im Vorstellungsgespräch hatte ich sogar kurz das Gefühl: „Das läuft eigentlich ganz gut.“ Trotzdem war ich danach überzeugt, zu viel geredet und mich komplett um Kopf und Kragen erzählt zu haben. Typisch Overthinking eben. 😄

Drei Tage später lag der Vertrag im Briefkasten. Tja… mein Gehirn hätte sich die ganze Panik auch einfach sparen können.

Der Haken ließ nicht lange auf sich warten

Ich war wirklich guter Dinge. Nach den letzten Jahren voller Umzüge und Jobwechsel hatte ich gehofft, endlich irgendwo anzukommen.

Spoiler: Wurde nichts. 🙈

Schon nach wenigen Tagen war klar, dass dieser Job und ich einfach nicht zusammenpassen. Im Vorstellungsgespräch klang alles super, die Realität sah allerdings anders aus. Keine Arbeitskleidung, mein Name war falsch in den Diensttelefonen hinterlegt, kaum Einarbeitung und Arbeitsschuhe aus der Hölle – neue hätte ich mir übrigens selbst kaufen dürfen.

Das alles wäre vermutlich noch irgendwie zu verschmerzen gewesen. Der eigentliche Grund war die Arbeit selbst. Sie war unglaublich monoton und hat meinen Körper schneller an seine Grenzen gebracht, als ich jemals erwartet hätte. Nach wenigen Tagen hatte ich die schlimmsten Rückenschmerzen meines Lebens. Sitzen, Bücken oder selbst normales Gehen wurden plötzlich zur Herausforderung. Dabei hatte ich mich so auf die Vorteile gefreut: nur ein Kilometer Arbeitsweg, öfter mit dem Fahrrad fahren und feste Bewegung im Alltag. Stattdessen gab es wechselnde Arbeitszeiten, Minusstunden oder Überstunden und oft wusste man morgens nicht, wann Feierabend sein würde.

Manchmal passt es einfach nicht

Also habe ich die Reißleine gezogen.

Natürlich war ich enttäuscht. Nicht, weil ich den Job vermisse, sondern weil ich wirklich gehofft hatte, endlich angekommen zu sein. Früher hätte ich mich wahrscheinlich viel länger durchgequält, nur um sagen zu können: „Ich habe durchgehalten.“ Heute sehe ich das anders. Manchmal ist es mutiger, ehrlich zu sich selbst zu sein und zu sagen: Das passt einfach nicht.

Also geht die Suche weiter. Also nachdem die Kündigungsfrist abgelaufen ist und ich wieder offiziell weitermachen kann. Irgendwo wartet hoffentlich ein Job, der nicht nur auf dem Papier gut aussieht, sondern auch wirklich zu mir passt. Bis dahin heißt es wieder: Bewerbungen schreiben, Vorstellungsgespräche führen und meinem Overthinking-Hirn dabei zusehen, wie es aus jedem Blickkontakt eine komplette Lebensanalyse macht. 🙈



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Seiten

💌 Post vom Blog

Wenn es etwas Neues gibt, landet eine kleine Nachricht in deinem Postfach.

Schließe dich 19 anderen Abonnenten an

Zuletzt gebloggt

Schön, dass du hier bist! 💞

Viel Spaß beim Stöbern! < UberBlogr Webring >