Das vergangene Wochenende war… sagen wir mal… intensiv. Ich habe mehr Zeit auf der Autobahn verbracht als irgendwo sonst – was ja bekanntlich genau das ist, wovon man träumt. Nicht. Ich hoffe wirklich, die nächste Zeit wird entspannter, sonst wird mein nächster Monatsrückblick ein Roman mit hundert Bildern.
Und weil ich gerade noch ein bisschen Dampf ablassen muss (und euch nicht komplett im Monatsrückblick erschlagen will), gibt’s jetzt diesen kleinen Erlebnisbericht über mein persönliches Wochenende der Hölle.


Berlin, ich und mein steigender Puls
Donnerstag: Ich habe in Berlin (Innenstadt – direkt Premium-Stresslevel) mein neues Auto abgeholt. Der Hinweg? Reinstes Chaos. Aber hey, Feiertag am nächsten Tag – da kann ja gar nichts schiefgehen, oder? 🤡
Aus geplanten 3 Stunden wurden… 5 Stunden… plus eine Stunde zu spät zum Termin. Läuft. Immerhin: Die Leute vor Ort waren noch da. Sonst hätte ich vermutlich komplett die Fassung verloren – und das wäre für niemanden schön gewesen. Ich kam aus dem Fluchen wirklich nicht mehr raus. Berlin verkehrstechnisch? Einfach ein Erlebnis… allerdings keins von der guten Sorte. Alles eng, alles gequetscht, alles führt in Baustellen, überfüllte Kreuzungen und gefühlt drölfhundert Fahrradfahrer. Und dann – mitten in einer verengten Spur – wollen auch noch Polizei und Krankenwagen durch. Mein Puls laut Uhr konstant bei 120. Ich war BEIFAHRER. Ich wiederhole: Beifahrer. Das war mit Abstand die schlimmste Autofahrt meines Lebens.
Kleines Extra-Highlight: Meine Blase war kurz vorm Explodieren. Und natürlich: keine Möglichkeit abzufahren. Wo auch? Berlin so: „Du bleibst jetzt hier.“ Mit Glück tauchte ein McDonald’s auf. Ohne den… ich sag mal so: Es wäre unschön geworden. Die letzten 4 km zum Ziel? Halbe Stunde. Ich war kurz davor auszusteigen und zu laufen. Wirklich. Kein Bock mehr.
Fazit zu Berlin (Spoiler: keine Liebeserklärung)
Berlin ist einfach nichts für mich. Alles zu eng, zu voll, zu viel. Kein Platz zum Atmen. Und wenn sich dann noch 90% der Autofahrer wie komplette Vollpfosten benehmen, wundert mich gar nichts mehr.
In Hamburg sind sie auch nicht die hellsten Kerzen auf der Torte – aber immerhin nicht so unfassbar frech wie das, was ich da erlebt habe. Eigentlich wollten wir noch ein bisschen durch die Stadt bummeln. Haha. Guter Witz. Ich hab mich einfach nur unwohl gefühlt. Wir waren noch im Victoria Center, Parkhaus inklusive. Ich dachte: „Okay, wenigstens hier entspannt kurz bummeln.“ Nope. Auch enttäuschend.
Also bin ich zur Autoübergabe gesprintet und hatte nur noch einen Wunsch: RAUS AUS BERLIN. Bevor ich komplett eskaliere. (War eh schon knapp.) Insgesamt war die Fahrt von Hamburg nach Berlin und zurück nicht wie geplant 6/7 Stunden, sondern wir waren erst nach 12 Stunden wieder Zuhause. ZWÖLF.




Liebe auf vier Rädern
So, genug gemeckert – kommen wir zum schönen Teil: meinem neuen Auto ❤️
Es ist wieder ein Elektroauto geworden, diesmal kein Hyundai, sondern ein Skoda Elroq. Leider nicht in weiß (ich hoffe einfach auf nächstes Jahr), aber trotzdem echt hübsch. Und Leute… ich bin ein bisschen verliebt. Also wirklich.
Ich hatte durch Auto-Abos schon einige Modelle – aber nie war ich so überzeugt wie jetzt. Zum ersten Mal hab ich dieses Gefühl von: Ja, das passt einfach. Ich fühle mich wohl drin, sicher während der Fahrt und es fährt sich… wie Butter. Leise, smooth, einfach angenehm. Am Anfang wusste ich teilweise nicht mal, ob das Auto an ist oder nicht. 😄
Selbst auf der Autobahn: kein Ruckeln, kein Gequäle – einfach entspannt. Klar, ein Neuwagen muss auch erstmal „eingefahren“ werden… rein zufällig natürlich. 😏
Einzige Umgewöhnung: Dieser kleine Schaltknopf ohne klassischen Parkmodus und kein „Auto Starten“ mehr. Schon irgendwie futuristisch. Und ja… ich ahne jetzt schon, dass ich das vermissen werde, wenn ich irgendwann wieder was anderes fahre.





Freitag bis Samstag: Müll, Muskelkater & spontane Eskalation
Freitag (Feiertag): Füße hochlegen? Haha. Natürlich nicht. Ab zum Campingplatz → Frühjahrsputz deluxe. Alte Küchenschränke raus, kaputter Zaun weg, alles aussortieren, inklusive einer absolut widerlichen alten Campingtoilette (wirklich… nein danke).
Alles in den Transporter geschmissen – und zwischendurch natürlich wieder unsere Dialoge:
Ich schleppe einen Palettentisch mit einem Arm rein.
„Meine Frau, das Tier.“
Ich lache: „Warte, ich muss ein Foto machen.“
Er: „Damit du zeigen kannst, dass du ein Brecher bist?“
Ich: „Man ey!“ 😂
Oder später:
Ich: „Joa… der hier ist schwer.“
Er: „Aber für dich trotzdem wie Luft“
Und das Witzige: ein bisschen stimmt’s halt auch. 😄




Nach getaner Arbeit haben wir uns noch an die Weser gesetzt, bei 26 Grad, Sonne, leichter Wind – einfach kurz durchatmen. Zeit zusammen genießen. Menschen auf ihren Motorbooten beobachtet, die über die Weser düsen… richtig schön. Die Hunde mussten leider zuhause bleiben, also konnten wir nicht ewig bleiben. Aber immerhin ein kleiner Moment Ruhe.
Samstag: natürlich nicht weniger Action. Transporter voll Sperrmüll → Recyclinghof. Und natürlich: Schlange des Todes. Jeder Mensch hatte offenbar denselben Plan.
Danach kurz zu Stilbruch – bisschen Second-Hand stöbern. Und ja, ich wurde fündig. Überraschung. Niemand hat damit gerechnet. Ein kleiner süßer Schrank für 18€ statt 70€. Passt zwar farblich nicht perfekt, aber hey – Stauraum ist Stauraum.
Dann Baumarkt. Eigentlich wollten wir nur einen Zaun angucken. Ergebnis: Kein Zaun. Aber ein neuer Stand-Gasgrill. Upsi.








Dann noch 120 km zum Häuschen → Gartenarbeit. Rasen mähen, Unkraut zupfen, Gossen sauber machen… bei 29 Grad. Herrlich. Also… theoretisch. Irgendwann waren wir fertig und komplett durch. Mein Rücken war komplett hinüber. Dann wieder Heimfahren.
Sonntag dann ENDLICH: Ruhe. Eigentlich wollten wir nochmal zum Campingplatz – haben wir aber gestrichen. Zuhause hat sich der Haushalt auch schon gestapelt und gewartet wie: „Na, endlich.“
Fazit: Nie wieder. Also… vielleicht.
Unterm Strich: ca. 1.000 Kilometer in drei Tagen. Ich sag’s, wie es ist: Freiwillig fahre ich nie wieder nach Berlin. Und wenn doch, dann:
- um 5 Uhr morgens
- oder mit komplett anderer Route
- oder… einfach gar nicht 😄
Sorry für die Wortwahl zwischendurch, aber ich krieg ernsthaft Puls, wenn ich nur daran denke. Meine Überschriften habe ich diesmal auch nicht weise gewählt. Aber, mir fällt einfach nichts dazu ein.
Es war ein Erlebnis. Und jetzt? Ausruhen. Dringend. Sofort.






